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Barrierefreiheit in NEXIS: Klar. Zugänglich. Inklusiv.

26 Jun 2025

Der Pride Month wird weltweit im Juni gefeiert. In dieser Zeit stehen Sichtbarkeit, Vielfalt und Gleichberechtigung im Mittelpunkt. Was auf den ersten Blick vor allem einen gesellschaftlichen und kulturellen Fokus zu haben scheint, lässt sich auch auf digitale Räume übertragen. Teilhabe bedeutet heute nicht nur Zugang zu öffentlichen und physischen Orten, sondern auch zu digitalen Angeboten.

Barrierefreiheit in Software spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie stellt sicher, dass alle Menschen – unabhängig von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen – digitale Produkte und Services gleichberechtigt nutzen können. Das ist eine grundlegende Voraussetzung insbesondere für Inklusion und darf nicht als Nebensache behandelt werden.

Es lohnt sich, den Fokus auf Barrierefreiheit zu legen – nicht nur, weil der Pride Month uns an die Bedeutung und Relevanz von Gleichberechtigung erinnert, sondern auch, weil Hersteller digitaler Produkte Verantwortung dafür tragen, ob Menschen daran teilhaben können oder nicht.

Was bedeutet Barrierefreiheit in Software?

Bei Barrierefreiheit geht es darum, Software so zu gestalten, dass sie von möglichst vielen Menschen genutzt werden kann – unabhängig davon, ob Einschränkungen vorliegen. Es geht darum, digitale Barrieren zu erkennen und abzubauen.

Barrierefreiheit richtet sich nicht nur an Menschen mit Behinderungen, sondern auch an ältere Menschen, Personen mit vorübergehenden Einschränkungen oder in ungünstigen Nutzungssituationen – etwa bei sehr hellem Licht oder in einer lauten Umgebung. Barrierefreiheit ist daher kein Sonderfall, sondern ein wesentlicher Bestandteil einer guten User Experience.

Typische Aspekte barrierefreier Software sind:

  • Klare und konsistente Navigation
  • Bedienbarkeit per Tastatur
  • Kompatibilität mit Screenreadern
  • Gute Farbkontraste und skalierbare Schriftgrößen
  • Alternativtexte und verständliche Sprache

Warum Barrierefreiheit nicht nur ein „Nice-to-have“ ist

Barrierefreiheit wird oft als Zusatz oder „Nice-to-have“ gesehen – dabei ist sie weit mehr als das. Barrierefreiheit ist eine gesetzliche Anforderung, ein Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung und ein Qualitätsmerkmal moderner Software.

  • Gesetzliche Verpflichtung: Gesetze wie das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) und die EU-Richtlinie 2016/2102 verpflichten Hersteller dazu, ihre digitalen Produkte barrierefrei zu gestalten.
  • Gesellschaftliche Verantwortung: In einer digitalisierten Welt ist der Zugang zu Softwarelösungen ein entscheidender Faktor für Teilhabe – ob in Kommunikation, Arbeit oder Bildung. Der Abbau von Barrieren in digitalen Produkten ermöglicht es mehr Menschen, aktiv teilzunehmen und diese zu nutzen.
  • Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal: Viele Maßnahmen zur Barrierefreiheit verbessern die allgemeine Benutzerfreundlichkeit von Software.

Schritt für Schritt zur Barrierefreiheit: Aktuelle Verbesserungen in NEXIS

Barrierefreiheit ist bei NEXIS kein nachträglicher Gedanke, sondern ein integraler Bestandteil des Designprozesses und der Produktentwicklung. In den vergangenen Monaten haben wir gezielt daran gearbeitet, die Barrierefreiheit unserer Software weiter zu verbessern.

Ein zentrales Beispiel dafür sind die Filterbereiche: Checkboxen zeigen ihren Status jetzt klar und konsistent an, sodass sofort erkennbar ist, ob ein Filter aktiv ist oder nicht. Nutzerinnen und Nutzer, die Screenreader verwenden, müssen sich nicht mehr mit doppelten oder widersprüchlichen Ausgaben auseinandersetzen, sondern erhalten direkt nutzbare Informationen.

In mehrstufigen Prozessen wie Wizards haben wir die ARIA-Attribute überarbeitet. Die Fortschrittsanzeige kommuniziert nun klar, wo Sie sich im Prozess befinden – ohne unnötige oder wiederholte Screenreader-Ausgaben zu erzeugen. Das schafft Orientierung und reduziert Unsicherheit beim Navigieren durch komplexere Abläufe.

Auch Drop-down-Listen wurden so angepasst, dass die aktuell ausgewählte Option programmatisch erkennbar ist. Das erleichtert die Auswahl bestimmter Optionen und das Treffen von Entscheidungen – insbesondere, wenn man den Bildschirm nicht sehen kann. Auch die Alternativtexte für Icons und Bilder wurden überarbeitet: Statt generischer Beschreibungen liefern sie nun aussagekräftige, kontextbezogene Informationen, die Screenreader-Nutzenden wirklich helfen.

Auch der Login-Bereich wurde entsprechend überarbeitet – neben visuellen Anpassungen lag der Fokus vor allem auf der Verbesserung der Nutzbarkeit mit Screenreadern. Die Formularelemente werden nun zuverlässig vorgelesen, sodass sich Nutzerinnen und Nutzer barrierefrei anmelden können.

Diese Änderungen haben eines gemeinsam: Sie sollen die tatsächliche User Experience verbessern und nicht nur technische Anforderungen erfüllen. Uns ist wichtig, dass NEXIS auch für Menschen mit Behinderungen einfach nutzbar ist – und daran arbeiten wir Schritt für Schritt weiter.

Fazit zur Barrierefreiheit in NEXIS

Barrierefreiheit ist ein fortlaufender Prozess in der Weiterentwicklung von NEXIS, bei dem sich Anforderungen und Technologien ständig verändern. Deshalb bleibt dieses Thema für uns relevant, da es die Nutzbarkeit für viele Menschen gezielt verbessert.
Wenn Sie selbst bei der Nutzung von NEXIS auf Barrieren stoßen oder Vorschläge zur Verbesserung der Barrierefreiheit haben, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung.

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