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Identity Security Posture Management

26 Nov 2025
Dr. Michael Kunz
Dr. Michael Kunz COO, Nexis

Warum Unternehmen jetzt handeln müssen

Digitale Identitäten leisten heute weit mehr, als nur Zugriff auf Anwendungen und Daten zu gewähren – sie sind zu einem zentralen Bestandteil der Geschäftsprozesse geworden. Während Firewalls, Endpoint-Security und Netzwerksegmentierung etabliert sind, bleibt ein entscheidender Bereich oft unbeachtet: die Sicherheitslage der Identitäten selbst.

Identity Security Posture Management (ISPM) schließt genau diese Lücke. Anstatt sich auf punktuelle Prüfungen zu verlassen, bietet ISPM kontinuierliche Transparenz, Bewertung und Optimierung von Identitäts- und Berechtigungslandschaften. Plattformen wie NEXIS bringen dieses Maß an Transparenz und Kontrolle in den operativen Alltag.

 

Warum ISPM unverzichtbar geworden ist

Identitätsrisiken wachsen – schneller als den meisten Unternehmen bewusst ist

Identitätsbasierte Angriffe sind mittlerweile der häufigste Einstiegspunkt:

  • Angreifer kompromittieren Konten, die unzureichend verwaltet oder ungenutzt sind.
  • NHIs (Non Human Identities) gelangen unbemerkt in kritische Rollen.
  • Privilege Creep wächst schleichend über die Zeit.

ISPM hilft, diese Probleme frühzeitig zu erkennen – nicht erst, wenn der Schaden eingetreten ist.

Von „ein- bis zweimal pro Jahr prüfen“ zu kontinuierlichem Monitoring

Traditionelle Governance-Routinen basieren auf Zyklen: jährliche Rezertifizierungen, Audit-Momentaufnahmen. Doch identitätsbezogene Risiken entstehen in Echtzeit.

Mit ISPM verlagert sich der Fokus auf:

  • Echtzeit-Transparenz der aktuellen Identitätslage
  • Historische Analysen und Trendüberwachung
  • Automatisierte Erkennung von Ausreißern und Anomalien

NEXIS integriert diese Prinzipien direkt und ermöglicht proaktive Kontrolle über die Identitätssicherheit.

Wissen ist gut – Handeln ist besser

Risiken sichtbar zu machen ist essenziell, doch die Reaktion darauf reduziert das Risiko tatsächlich.

ISPM bedeutet:

  • Erkenntnisse werden bewertet und priorisiert
  • Automatisierte Workflows lösen Aufgaben, Rezertifizierungen oder Benachrichtigungen aus
  • Verantwortlichkeiten und Fortschritte werden transparent

NEXIS stellt diese Automatisierungspfade standardmäßig bereit – und macht Identitätssicherheit zu einer umsetzbaren Disziplin.

 

Zentrale ISPM-Anwendungsfälle – wo die echte Wirkung liegt

Unabhängig von einem spezifischen Produkt sind folgende Kernszenarien zentral für einen wirksamen ISPM-Ansatz:

  • Verwaiste & Schatten-Konten – Konten ohne Eigentümer werden schnell zum Sicherheitsrisiko.
  • Überprivilegierte Service-Konten – Maschinenkonten erhalten kritische Rollen, oft ohne Aufsicht.
  • Ungewöhnliche oder veraltete Rollenzuweisungen – Legacy-Rollenmodelle enthalten häufig riskante Berechtigungen.
  • Erkennung mehrfacher Kontoinhaber – Benutzer mit mehreren Konten, insbesondere privilegierten, schaffen Inkonsistenzen.
  • Ungenutzte Rollen und Berechtigungen – Sie vergrößern die Angriffsfläche unnötig.
  • Verstöße gegen Funktionstrennung – Nicht erst bei Audits erkannt, sondern bereits bei der Zuweisung.
  • Anomalien bei Berechtigungsänderungen – Plötzliche Privilegienanstiege oder ungewöhnliche Muster können frühe Anzeichen einer Kompromittierung sein.

 

Wie NEXIS ISPM zum Leben erweckt

NEXIS zeigt, wie ISPM elegant und effektiv umgesetzt werden kann:

  • Anwendungsfallbasierte Kategorien wie Service-Konten, Rollenhygiene, Attributqualität oder Anomalien bieten klare Struktur.
  • Ein richtliniengesteuertes Framework bietet Flexibilität und Wiederverwendbarkeit.
  • Risikobewertung & Priorisierung stellen sicher, dass Teams sich auf das Wesentliche konzentrieren.
  • Dashboards und Trendanalysen visualisieren Entwicklungen über die Zeit, nicht nur den aktuellen Status.
  • Automatisierung & Workflows verbinden Erkennung mit Aktion – von der Aufgabenerstellung bis zum Start von Rezertifizierungen.

 

Fazit: ISPM ist kein „Nice-to-have“ – es ist das neue Sicherheitsfundament

In einer Landschaft, in der Identitäten der primäre Angriffsvektor sind, bietet ISPM die Transparenz und Governance, die Unternehmen dringend benötigen. Die zentrale Frage lautet nicht mehr „Wer hat Zugriff?“, sondern vielmehr: „Wie sicher, korrekt und risikobewusst ist unser Identitätsökosystem?“.

NEXIS zeigt, wie ISPM systematisch eingebettet werden kann – technisch robust, organisatorisch zugänglich und operativ wirkungsvoll.

Wenn Sie Ihre Identitätssicherheit auf die nächste Stufe heben möchten, ist ISPM die Antwort – und heute ist der richtige Zeitpunkt, damit zu beginnen.